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Jugend in Arbeit plus

20 Jahre Engagement für arbeitslose Jugendliche

Zum Feiern trafen sich aktuelle und ehemalige Partnerinnen und Partner des NRW-Landesprogramms „Jugend in Arbeit plus“ auf Einladung der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg zum zwanzigjährigen Jubiläum im Café Pauke. Dabei gab es lachende und tränende Augen, denn das sehr erfolgreiche Landesprogramm läuft Ende des Jahres aus.

Als 1998 „Jugend in Arbeit“ aus Mitteln der EU und des Landesarbeitsministeriums aufgelegt wurde, war die Jugendarbeitslosigkeit mit etwa 13% auch in unserer Region relativ hoch. Es waren besonders die Jugendlichen, die nach Beendigung der Schulpflicht keine Perspektive für sich entwickeln konnten und nach häufigem „Maßnahme-Hopping“ keine Ausbildung anstrebten, sondern viel mehr Arbeiten und vor allem Geld verdienen wollten. Sie erhielten das besondere Förderangebot, vermittelt durch die Arbeitsagentur.

Das Erfolgsrezept: PädagogInnen der Jugendberufshilfen coachen die Jugendlichen hinsichtlich ihrer Tätigkeitswünsche und Talente und SpezialistInnen der Industrie- und Handels- sowie der Handwerkskammer suchen den „passenden“ Job. Dafür gibt es für den Betrieb einen Lohnkostenzuschuss sowie flankierende Unterstützung durch die Kammerfachkräfte und für den Jugendlichen begleitenden Bildungsangebote bis hin zum finanzierten Führerschein.

Die Zahlen in der Region Bonn/Rhein-Sieg sprechen für sich: Insgesamt wurden rund 5.000 junge Menschen auf dem Weg ins Arbeitsleben unterstützt und mehr als die Hälfte wurde –dauerhaft  – in Arbeit vermittelt. Herzstück des  Programms ist nach wie vor die enge Verzahnung aller Akteure untereinander. In keiner anderen Region in NRW wurde in so hoher Kontinuität und Ergebnisqualität 20 Jahre lang miteinander im Programm gearbeitet.

Zwar gab es im Laufe der Jahre strukturelle Programmänderungen – so ist heute der wesentliche Finanzier des Programmes die Arbeitsagentur, aber immerhin hat man gemeinsam auch sieben Landesministerwechsel überstanden.

Mit Stolz blickten die Akteure gerne auf die 20 Jahre zurück, in der mit so vielen jungen Menschen eine berufliche Perspektive entwickelt wurde, ihnen Hoffnung und Selbstvertrauen gegeben und sie ein Stück auf ihrem beruflichen Weg begleitet wurden.

Der Abschied aus dem Programm ist vordergründig mit dem endgültigen Abschied aus der EU-Förderung verbunden. Dahinter steckt aber eine neue Schwerpunktsetzung der Landesarbeitspolitik. Heute ist es wichtiger denn je, gut qualifizierten Fachkräftenachwuchs in den Regionen zu unterstützen und so konzentriert sich die neue Förderung auf ein Ausbildungsprogramm. Und natürlich hat sich auch die Situation für die Jugendlichen verändert: Die Zahl der Schulabbrüche und auch die der jungen Arbeitslosen ist stark rückläufig. Aber wie auch im Programm „Jugend in Arbeit“ wird es im neuen „Ausbildungsprogramm NRW“ darauf ankommen, die einzelnen Menschen in den Blick zu nehmen.

„Es gibt viele Jugendliche, die es nicht auf direktem Weg ins Berufsleben führt – das bleibt eine individuelle Herausforderung“ so Martina Schönborn-Waldorf von der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds